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Bauarbeiten an Kanuparkschleuse – Seensperrung im Leipziger Neuseenland [UPDATE]

Die Kanuparkschleuse im Leipziger Neuseenland

UPDATE 11.06.2021: Laut Pressemeldung der LMBV von gestern können ab 12.06.2021 der Störmthaler See und der Markkleeberger See wieder zum Baden, Schwimmen und Paddeln genutzt werden. Eine offizielle Freigabe wurde vom Landrat des Landkreises Leipzig am 11. Juni veröffentlicht. Der Störmthaler Kanal bleibt bis auf weiteres gesperrt. Da noch Restarbeiten an den neuen Sicherungsbauwerken zu erledigen sind, gibt es noch keine Lösung, wie die Baustelle umtragen werden kann und somit die beiden Seen wenigstens über Land miteinander verbunden werden.

Die Pressemeldung der LMBV (vom 24.03.2021) | Die Nutzungsuntersagung aus dem Landkreis Leipziger Land (vom 25.03.2021) | Verlängerung der Sperrung (vom 20.05.2021) | Pressemeldung zum Baufortschritt von der LMBV (vom 27.05.2021) | Ankündigung zur Freigabe der Seen aus dem Landkreis Leipzig (vom 10.06.2021) | Offizielle Freigabe aus dem Landkreis Leipzig (vom 11.06.2021)

Was ist passiert?

Unglaubliches geschieht im Untergrund des Störmthaler Kanals, der Wasserverbindung zwischen dem Markkleeberger See und dem Störmthaler See. Die Ufer und die Standsicherheit der dort befindlichen Kanuparkschleuse sind bedroht. Ein Worst-Case-Szenario stellt ein Auslaufen des vier Meter höher gelegenen Störmthaler Sees in Aussicht und warnt vor einer katastrophalen Überschwemmung von ganz Markkleeberg und halb Leipzig.

Bei regelmäßig durchgeführten Kontrollen der Uferböschungen am Störmthaler Kanal wurden Schäden festgestellt und geotechnische Gefährdungspotenziale erkannt. Jetzt müssen schnell Spundwände zur Absicherung eingebracht werden und dann die Schäden am Ufer und möglicherweise an der Kanuparkschleuse erkannt und beseitigt werden, bevor es zur wirklichen Katastrophe kommt.

Geotechnisches Gefährdungspotenzial

Deswegen hat der Landrat des Leipziger Landes, Henry Graichen, in Absprache mit der LMBV und den Betreibern des Seenverbundes am 24. März eine „Allgemeinverfügung zur Untersagung jeglicher Nutzungen der Gewässer Markkleeberger See, Störmthaler See und Störmthaler Kanal“ erlassen. Diese tritt sofort in Kraft. Befristet ist die Nutzungsuntersagung der benannten Gewässer vorerst unbefristet.

Nach dieser Allgemeinverfügung ist die Nutzung der Gewässer ab sofort und bis Ende Mai nicht mehr möglich und daher untersagt. Das Verbot ist durch öffentliches Interesse und der Gefahr für Leib und Leben tausender Bürgerinnen und Bürger begründet. Der Gemeingebrauch nach § 16 des sächsischen Wassergesetzes ist ausgesetzt. Es darf auf den genannten Gewässern nicht mehr gepaddelt werden (und nicht gebadet, getränkt, mit Handgefäßen geschöpft etc.). Nutzer würden sich bei plötzlichem Verlust der Absperrfunktion durch unberechenbare Flutwellen und Sogwirkungen in akuter Lebensgefahr befinden.

Paddeln verboten

Es ist zu hoffen, dass die neu errichteten Querbauwerke dann umgehend die Absperrwirkung der Kanuparkschleuse übernehmen und die entdeckten Schäden im Störmthaler Kanal schnell und sicher beseitigt werden können. Wir Kanuten erhoffen uns in der Zwischenzeit eine annehmbare Umtragemöglichkeit, um den Seenverbund trotz Sperrung der Kanuparkschleuse wieder erleben zu können.

Text, Foto und regelmäßige Updates: Falk Bruder, Leipziger Sportverein Südwest

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