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13. April 2016
DKV Olympia-Qualifikation Kanuslalom 2016
17. April 2016

Olympia-Ticketvergabe im Kanupark Markkleeberg | Eintritt frei!

Mit jeweils zwei Siegen auf dem heimischen Eiskanal haben die beiden Augsburger Hannes Aigner im Kajak-Einer und Sideris Tasiadis im Canadier-Einer am vergangenen ersten Qualifikations-Wochenende einen großen Schritt in Richtung Olympische Spiele 2016 getan und sich für die abschließenden Rennen in die Favoritenrolle begeben. Im Canadier-Zweier und im Kajak-Einer der Damen ist der Wettlauf um die Tickets dagegen offener – obwohl bei bestimmten Konstellationen auch hier schon am Samstag alles klar in Sachen Rio sein könnte. Die Zwischenstände nach zwei von vier Rennen allein sind jedenfalls wenig aussagekräftig, können sie doch ein mögliches Streichresultat enthalten – nur drei der vier Rennen aus Augsburg und Markkleeberg kommen in die Wertung.

Die Besucher im Kanupark Markkleeberg bekommen auf jeden Fall Spannung und olympischen Spitzensport vom Feinsten geboten – bei freiem Eintritt. Letztlich geht es neben den Olympiaentscheidungen auch um die Plätze im EM- und Weltcupteam der Saison 2016 sowie um die Qualifikation für die Nachwuchs-Nationalteams. Für alle, die den Weg an den Leipziger Stadtrand am Wochenende nicht schaffen, bietet der Deutsche Kanu-Verband auf seiner Videoplattform KanuTube.de einen Livestream an. ARD-Olympia-Kommentator Peter Grube schildert das Geschehen im Kanupark in den beiden Finalblöcken ab jeweils 11:55 bzw. 15:35 Uhr.

Zeitplan

Samstag, 16. April 2016 / Sonntag, 17. April 2016 (jeweils identischer Zeitplan)

09:00 Uhr Halbfinale Junioren Kajak-Einer
09:35 Uhr Halbfinale Juniorinnen/Damen Canadier-Einer
09:55 Uhr Halbfinale Junioren Canadier-Zweier
10:05 Uhr Halbfinale Herren Kajak-Einer
10:36 Uhr Halbfinale Herren Canadier-Zweier

12:00 Uhr Finale Junioren Kajak-Einer (LIVE auf www.kanutube.de)
12:12 Uhr Finale Juniorinnen/Damen Canadier-Einer (LIVE auf www.kanutube.de)
12:22 Uhr Finale Junioren Canadier-Zweier (LIVE auf www.kanutube.de)
12:30 Uhr Finale Herren Kajak-Einer (LIVE auf www.kanutube.de)
12:51 Uhr Finale Herren Canadier-Zweier (LIVE auf www.kanutube.de)

13:15 Uhr Halbfinale Juniorinnen Kajak-Einer
13:46 Uhr Halbfinale Junioren Canadier-Einer
14:06 Uhr Halbfinale Damen Kajak-Einer
14:24 Uhr Halbfinale Herren Canadier-Einer

15:40 Uhr Finale Juniorinnen Kajak-Einer (LIVE auf www.kanutube.de)
15:50 Uhr Finale Junioren Canadier-Einer (LIVE auf www.kanutube.de)
16:00 Uhr Finale Damen Kajak-Einer (LIVE auf www.kanutube.de)
16:17 Uhr Finale Herren Canadier-Einer (LIVE auf www.kanutube.de)

Nationale Olympiaqualifikation, Zwischenstand nach zwei von vier Rennen*

Herren, Kajak-Einer:

  1. Hannes Aigner (Augsburger KV) 0 Punkte
  2. Tim Maxeiner (Wiesbadener KV) 6
  3. Paul Böckelmann (Leipziger KC) 7
  4. Alexander Grimm (KS Augsburg) 8
  5. Sebastian Schubert (KR Hamm) 8
  6. Florian Franzl (KS Augsburg) 15

Canadier-Einer:

  1. Sideris Tasiadis (KS Augsburg) 0
  2. Franz Anton (Leipziger KC) 4
  3. Jan Benzien (Leipziger KC) 7
  4. Dennis Söter (KS Augsburg) 9
  5. Florian Breuer (KS Augsburg) 9
  6. Nico Bettge (Leipziger KC) 11

Canadier-Zweier:

  1. Franz Anton/Jan Benzien (Leipziger KC) 0
  2. David Schröder/Nico Bettge (Leipziger KC) 4
  3. Robert Behling/Thomas Becker (MSV Buna Schkopau) 5
  4. Kai Müller/Kevin Müller (BSV Halle/S.) 9
  5. Niklas Hecht/Alexander Weber (Leipziger KC) 10
  6. Florian Beste/Sören Loos (KC Hilden) 10

Damen, Kajak-Einer:

  1. Melanie Pfeifer (KS Augsburg) 1
  2. Lisa Fritsche (BSV Halle/S.) 2
  3. Ricarda Funk (KSV Bad Kreuznach) 5
  4. Jasmin Schornberg (KR Hamm) 8
  5. Caroline Trompeter (SKG Hanau) 11
  6. Cindy Pöschel (Leipziger KC) 14

Canadier-Einer:

  1. Andrea Herzog (Leipziger KC) 0
  2. Birgit Ohmayer (KS Augsburg) 6
  3. Lena Stöcklin (Leipziger KC) 6
  4. Kira Kubbe (MTV Luhdorf-Roydorf) 9
  5. Zoe Jakob (KV Schwerte) 11
  6. Nele Bayn (Leipziger KC) 14

* Zwischenstände unter Vorbehalt – sie enthalten möglicherweise einen Streichwert

Die olympischen Quotenplätze hat das DKV-Team bei den Weltmeisterschaften im vergangenen Jahr in London quasi nebenbei und völlig problemlos eingefahren, als auf dem Olympiakurs von 2012 im Lee Valley White Water Centre insgesamt fünf Medaillen – einmal Gold, dreimal Silber, einmal Bronze – gewonnen wurden. Drei Medaillen kamen dabei aus den olympischen Disziplinen, zwei jedoch bei den Kajak-Damen – was sich in diesem Jahr in Rio nicht wiederholen lassen wird. Denn nur ein Boot pro Kategorie wird die deutschen Farben in Brasilien vertreten können.

Damit ist klar, dass es wie in jedem Schaltjahr in der jüngeren Vergangenheit auch 2016 zu einem engen und hart umkämpften Wettstreit in der nationalen Qualifikation kommen wird, auf den die Aktiven seit dem vergangenen Herbst konzentriert und motiviert hinarbeiten. Auch diesmal gibt es den großen, übermächtigen Favoriten in keiner der vier Disziplinen, auch wenn die WM-Medaillengewinner von London natürlich mit einem leichten Bonus ins Rennen gehen, der am Ende gut den Ausschlag geben kann. Die C2-Weltmeister Franz Anton/Jan Benzien (Leipzig) starten so mit zwei, Ricarda Funk (Bad Kreuznach) und Melanie Pfeifer (Augsburg), die im Kajak-Einer der Damen Silber und Bronze geholt hatten, mit jeweils einem Minuspunkt in die nach dem Platzziffernsystem ausgetragenen Qualifikationsrennen.

Internes Duell: Welt- gegen Europameister

Trotzdem verbleibt viel Spannung. So treffen im Canadier-Zweier die amtierenden Weltmeister auf die amtierenden Europameister Robert Behling/Thomas Becker (Schkopau), auch die Hallenser Besatzung Kai Müller/Kevin Müller zeigte sich zum Saisonbeginn stark. Bei den Damen will neben Funk und Pfeifer außerdem London-Teilnehmerin Jasmin Schornberg (Hamm) in den Kampf um die Tickets eingreifen, die vor einer Woche das Weltranglistenrennen am Leipziger Stadtrand für sich entschied. Lisa Fritsche (Halle/S.) drängt nach ihrer Premiere in der Vorsaison auch zurück ins Team, Cindy Pöschel (Leipzig) sucht nach ihrer Babypause ebenfalls Anschluss.

Bei den Kajak-Herren steht wohl der aus dem Vorjahr gewohnte Dreikampf zwischen London-Bronzemedaillengewinner Hannes Aigner, dem wiedererstarkten Peking-Champion Alexander Grimm (beide Augsburg) und Sebastian Schubert (Hamm) ins Haus. Und im Canadier-Einer trifft WM-Finalist Franz Anton (Leipzig) auf Olympia-Silbermedaillengewinner Sideris Tasiadis (Augsburg) und seinen Zweierpartner Jan Benzien und Klubkollegen Nico Bettge. Mit Florian Breuer (Augsburg) ist hier auch ein junges, neues Gesicht mit in der Verlosung um die internationalen Startplätze.

Die nationale Qualifikationsserie steht in diesem Jahr sehr zeitig im Kalender, weil bereits ab 24. April ein nächster Trainingsblock auf dem Olympiakurs in Deodoro feststeht – für die dann bekannten Olympiateilnehmer. Wie in den Jahren zuvor werden je zwei Qualifikationsrennen in Augsburg sowie in Markkleeberg die Zuschauer in Atem halten, von denen die drei besten für jedes Boot in die Wertung kommen. Der Sieger jedes Einzelrennens erhält die Platzziffer „Null“ und nur die Nummer eins in der Addition aller Platzierungen fliegt jeweils Ende Juli nach Brasilien.

Keine WM, EM als zweiter Jahreshöhepunkt

Wie immer im Olympiajahr fehlen auch 2016 die Weltmeisterschaften als Höhepunkt im Wettkampfkalender, die nächsten Welttitelkämpfe werden erst Ende September 2017 in Pau (Frankreich) ausgetragen. Als zweiter und eigentlicher Jahreshöhepunkt für die in der Olympiaqualifikation enttäuschten Zweit- und Drittplatzierten und auch die in diesem Jahr noch nicht olympischen Canadier-Damen steht deshalb die Europameisterschaft in der Slowakei an. Liptovský Mikuláš erwartet die besten europäischen Paddler vom 13. bis 15. Mai.

Zudem bringt die ICF-Weltcupserie weitere internationale Wettkampfpraxis – in diesem Jahr leider ohne Station in der Heimat. Nach dem Auftakt in Ivrea (Italien) am ersten Juni-Wochenende sind La Seu d’Urgell (Spanien) und Pau in den beiden Folgewochen die Stationen noch vor dem Beginn der Olympischen Spiele. Nach den Spielen schließen Prag (Tschechische Republik) und Tacen (Slowenien) an den ersten beiden September-Wochenenden die Serie ab. Eine Woche später werden im Wildwasserpark Hohenlimburg die nationalen Titelkämpfe entschieden.

Für den Nachwuchs, der seine Qualifikationen für Junioren- und U23-Nationalmannschaften ebenfalls an den beiden Olympiaquali-Wochenenden austrägt, stehen mit den Junioren- und U23-Europameisterschaften in Kraków (Polen) und den Weltmeisterschaften in Solkan (Slowenien) erneut zwei internationale Höhepunkte im Wettkampfkalender.

Weitere Infos und Ergebnisse unter www.slalomevents.de.

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