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SKV verurteilt Entkrautungsmaßnahmen im Floßgraben

Entkrautungsmaßnahmen im Floßgraben

Die derzeit im Floßgraben stattfindenden Entkrautungsarbeiten sind für uns insbesondere nach den gesamten Diskussionen um den ökologisch wertvollen Floßgraben und die folgenden Befahrungssperrungen nicht nachvollziehbar. Durch die aktuell stattfindende Maßnahme wird der gesamte Gewässergrund aufgerissen und jegliches Leben in diesem und auf den entfernten Wasserpflanzen und deren Umfeld zerstört.

Der Sächsische Kanu-Verband lehnt aufwändige, teure und naturzerstörerische wasserbauliche Eingriffe in die Gewässer im Namen eines vorgeschobenen Gewässertourismus entschieden ab. Dazu gehören insbesondere die derzeit stattfindenden Unterhaltungsmaßnahmen im Floßgraben, sowie die Entfernung von so genannten „Störstellen“ in der Pleiße – aber auch Begradigungen, Verbreiterungen und Vertiefungen von Flussläufen. Solcherlei Maßnahmen sind für den Natursport Kanuwandern nicht notwendig, aber sie bedeuten immer einen Einschnitt in das ökologische System und dienen hauptsächlich einem von uns unerwünschten und umweltschädlichen Motorbootverkehr.

Für uns als Kanusportler sind diese Maßnahmen nicht notwendig! Wir wollen den Floßgraben und auch alle anderen Gewässer als Naturschönheit erleben. Im Sommer kann man bei ruhiger Fahrt durch den Floßgraben zwischen den Wasserpflanzen Hechte, Barsche und andere Fische beobachten. Dieses wird wohl nach dieser Maßnahme in diesem Jahr so schnell nicht mehr möglich sein.

Der SKV sieht für die weitere Zukunft des Wassertourismus in und um Leipzig dringenden Klärungsbedarf.

SÄCHSISCHER KANU-VERBAND E.V.
Heiner Quandt
Präsident

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