Zur wassertouristischen Nutzung Leipziger Gewässer
26. November 2013
Und wieder: Allgemeinverfügung zur Befahrung des Floßgrabens
16. April 2014

Medieninformation des SKV zur Eröffnung der Messe Beach & Boat

Am großen Indoor-Pool in der Messehalle präsentiert der Sächsische Kanu-Verband die Sportarten Kanurennsport, Kanuslalom, Kanupolo, Drachenboot und Kanuwandern. Praktischen Vorstellungen, Indoorwettkämpfe und Mitmachangebote runden das bunte Angebot auf der Wasserfläche ab.
Im Forum „nature & fun“ halten aktive Mitglieder aus den Vereinen des Sächsischen Kanu-Verbandes interessante Vorträge zum Thema Kanusport: Einsteiger bekommen erste Tipps zum Kanusport in und um Leipzig, Reiseberichte entführen auch in entlegenere Gebiete, z.B. nach Grönland und auf die komplette Donau von Deutschland bis ans Schwarze Meer.

Auch der Umwelt- und Naturschutz ist auf der Messe Beach & Boat ein wichtiges Thema. So vertritt der Sächsische Kanu-Verband klar seinen Standpunkt zur Entwicklung des Neuseenlandes:
Der Sächsische Kanu-Verband spricht sich eindeutig für eine natur- und landschaftsverträgliche wassersportliche Nutzung der Leipziger Gewässer aus und fordert daher die zuständigen Stellen auf, unter Einbindung aller Beteiligten ein gemeinsames Konzept zur Neuausrichtung der gewässertouristischen Entwicklung zu beraten und zu entwickeln.

Aus Sicht des SKV sind darin folgende Eckpunkte zu regeln:

  • Erhalt der bisherigen Nutzbarkeit aller Paddelgewässer für Mitglieder des Deutschen Kanu-Verbandes.
  • Die Entwicklung eines behutsamen, natur- und landschaftsverträglichen Wassertourismus mit muskelkraftbetriebenen Booten.
  • Die Nichtzulassung privater Motorboote (gleich welcher Antriebsart) auf sämtlichen Leipziger Gewässern.
  • Die Sicherung der bisherigen Nutzbarkeit aller Trainingsflächen und Übungsflächen für den Leistungs- und Breitensport, insbesondere und die Kinder- und Jugendarbeit.
  • Für ökologisch besonders sensible Gewässerabschnitte, wie z.B. den Floßgraben, sind verursachergerechte und differenzierte Reglungen zu finden, hierzu ist aus Sicht des SKV
    • ein generelles Verbot für alle Motorboote und
    • die Einschränkung gewerblichen Bootsverleihs auf eine Zulassung ausschließlich im Rahmen von geführten Touren unabdingbar.

Der Sächsische Kanu-Verband lehnt aufwändige und teure wasserbauliche Eingriffe, wie überdimensionale Kanäle und Schleusen, im Namen eines „naturnahen“ Gewässertourismus entschieden ab. Solcherlei Maßnahmen sind für den naturverträglichen Kanutourismus nicht notwendig.
Ziel des SKV ist es, die im Rahmen des Gemeingebrauches mit Kanus nutzbaren Gewässer für Mehrtagestouren bzw. Tagestouren und als Rundkurse auch über die Landesgrenzen hinweg nutzen zu können. Wichtig dafür sind geeignete, ökologisch und ökonomisch sinnvolle, Umtragestellen an Querverbauungen und/oder kombinierte Fischaufstiegshilfen mit Bootsgassen oder ähnlichem, an geeigneten Stellen Pausen- und Biwakplätze, sowie Ein- und Ausstiegstellen mit Anschluss an die vorhandene Infrastruktur. Sie helfen den Kanutourismus zu steuern und können, wenn durchdacht platziert, die örtliche Wirtschaft (Gastronomie und Übernachtungen) fördern.
Wir Kanusportler wollen unseren Sport auf naturnahen und ökologisch intakten Gewässern ausüben und die Natur mit Flora und Fauna erleben und entdecken. Deshalb fordern wir, die Umsetzung der EU-WRRL mit ihrem Ziel der Erreichung des guten ökologischen Zustandes der Gewässer.

SÄCHSISCHER KANU-VERBAND E.V.

Heiner Quandt
Präsident

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